Mittwoch, 26. März 2014

Investigation: POIESIS & gegenwärtige Sprachen in der zeitgenössischen Ästhetik in Kolumbien


Recherchereise vom 16. März - 7. Mai 2013, Bogota, Cali, Medellin. Gefördert durch durch das IFA (Institut für Auslandsbeziehungen)


 
Einleitung

Der folgende Bericht besteht aus einer Kurzfassung einer kleinen Recherchereise nach Kolumbien, die freundlicher Weise mit der Unterstützung des Ifa`s möglich gemacht wurde. Die Ausgangsfrage für diese explorative Forschung war: Wie können wir historischer Weise einen Beitrag zu einer Dokumentation über die Spekulation einer Theorie-Kritik und Geschichte der Kunst in Lateinamerika leisten? Im Kontext der zeitgenössischen Kunst in Lateinamerika und im Kontext der Institutionen, unabhängigen Projekträumen, Artist-in-Residenzen, Künstler_innen, Kurator_innen, Kunsthistoriker_innen und Kritiker_innen, die in Zusammenhang mit diesen Kontexten arbeiten aber nicht abgetrennt von den ganzen Kontexten der gegenwärtigen zeitgenössischen Kunst weltweit.



I.
One can say that there is writing about art, above art, across art, after art, against art, along art, alongside art, amid art, among art, around art, as art, atop art, barring art, before art, behind art, below art, beneath art, beside art, besides art, between art, beyond art, by art, concerning art, despite art, except art, excluding art, failing art, following art, for art, from art, in art, including art, inside art, into art, like art, minus art, near art, next to art, notwithstanding art, of art, off art, on art, onto art, opposite art, out of art, outside art, over art, pace art, past art, per art, qua art, regarding art, since art, through art, throughout art, to art, towards art, under art, underneath art, unlike art, until art, upon art, versus art, via art, with art, within art and without art (and vice-versa). I assume that the act of writing allows one to understand things that can only be understood when written, just as there are things that can only be understood in the presence of art. The relationship between writing about art and experiencing art do not exclude each other. But at the same time, neither can be completely subsumed by the other. And both contaminate one another. (2010 ORTIZ: online )1.


Wenn dass zentrale Objektiv einer theoretischen Reflexion die Verbindungen zwischen Theorie und Kunst sind, so wie es im Rahmen der Recherchereise über Poiesis und gegenwärtige Sprachen in der zeitgenössischen Ästhetik in Kolumbien der Fall ist, verstehen wir diese Verbindungen so wie Bernardo Ortiz in seinem Essay Criticism and Experience (2010) beschreibt als vielseitig und nicht als eine einzige Konjunktion.
Der Begriff Poiesis kommt aus dem altgriechischen ποιἑω und ist in Abweichung zum Selbstzweck des praktischen oder theoretischen Handelns darauf ausgerichtet etwas hervorzubringen etwas zu tun - in einer Suche seine/ihre eigene Stimme zu finden, die der/die Künstler_in als Transformation versteht.
II.
Die Forschung die wir gemacht haben ist eine non-konventionale Recherche und versucht zeitgenössische Kunst nicht als ein Objekt zu studieren, sondern versteht künstlerische Arbeit als Dispositiv um mit Intensität zu denken oder Schriften von Kunst zu generieren. Schriften über, die in einer Interpretationssituation bleiben, lassen die Schriften von Kunst, mit Kunst, in Kunst, über Kunst etc. nicht einfach entfalten. Die Schriften über Kunst sind monopolisiert in Disziplinen und Professionen wie Kunstgeschichte, Kunstkritik, Kuratorie um nur einige zu nennen, die die Schriften über Kunst in ihrer Möglichkeit sich zu erweitern limitieren. Einerseits haben die Kunstwerke - so wie jedes Objekt verschiedene Elemente, die bestimmt werden können wie räumliche, affektive, ideologische und andere. Alle sind empfindlich Dispositive für kritische Strategien zu sein. Andererseits sind die Kunstwerke nicht isoliert, sondern in Verbindung. Bernardo Ortiz schlägt vor, dass ein 'Mapping' der Verbindungen der Kunstwerke eine Schrift über2 Kunst erlauben kann, die nicht von der schweren Frage belastet ist, was sie bedeuten. Es gibt einen starken Willen die Bedeutung der Kunstwerke zu entziffern und darzustellen, der wiederum die Möglichkeit behindert mit den Kunstwerken zu spielen und Schriften über Kunst wieder zu erfinden.3
In diesen Sinne handelt die Motivation unser Recherche und die Fragestellung über diese Verbindungen der Kunstwerke, im Kontexte der Denker_Innen von Kunst, den Kunsträumen und der Kunsterfahrung als solche, in der Möglichkeit die experimentellen Schriften von Kunst in ihrer kritischen Spekulation erleben zu lassen. Nehmen wir die Kritik in der Kunst nicht als Beschränkung eines Diskurses sondern als Poiesis, und anderseits die ästhetische Erfahrung als Kritizismus bei der die Kritik der Kunst und ihre Erfahrung immer in Zusammenhang sein können.


III.
In der 'traditionellen' Forschung und sogar in der 'experimentellen' Recherche oder Forschung existiert oft noch mehr oder weniger das Prinzip weiter, dass das Subjekt das Objekt zu begreifen versucht. Wir haben versucht die Exploration von Kunst und Schriften im Kontext von Kolumbien in einen Dialog zu generieren. Das kann heißen, dass Kunst, Schriften von Kunst und Kunstkritik in einer vertieften Kohärenz selbstkritisch mit der eigenen Realität , von der sie ausgehen stehen.
In diesem Sinne versuchen wir nicht die GANZE Kunst und Texte über Kunst von Kolumbien zusammenzufassen, sondern nehmen die künstlerischen Arbeiten als Dispositive um Schriften über Kunst zu generieren und nicht so zu tun als ob wir im Ernst in der Lage wären alles zu interpretieren und zusammenzufassen.
 
IV.

Bis heute dauern in Kolumbien gewissermaßen die schwierigen sozialen Bedingung an, die in Verbindung stehen mit dem Bürgerkrieg, der seit Anfang der 50er Jahre mit der 'Violencia' (Gewalt) begonnen hat, dem Konflikt zwischen der liberalen Partei und der konservativen Partei der als Bogotazo bekannt ist, welche mit der Ermordung von Jorge Eliécer Gaitán am 9. April 1948 begann und eine komplexe Anzettelung zwischen verschiedenen Themen konfigurierte. Wie den Streit zwischen der kolumbianischen liberalen Partei und der konservativen Partei, die lateinamerikanische Konferenz, den lateinamerikanischen Kongress von Studenten und die Einmischung des Marshallplans in Lateinamerika. Die Lektüre dieser Konjunktur kann als Verschiebung des emanzipatorischen Prozesses zu einer Neokolonialisierung verstanden werden.1 Seit diesem Moment bis in die Gegenwart bestehen beständige Kämpfe die eine 'nationale Realität' konfiguriert, die sich auch in der modernen Kunst in Lateinamerika wiederfindet. 

 
Das MAMBO (Museum für Moderne Kunst Bogota) genauso wie das Museum für Moderne Kunst La Tertulia in Cali, präsentieren in ihren privaten Sammlungen die Heftigkeit der Gewalt in der Modernen Kunst von Kolumbien. Die Kunstkritikerin Marta Traba und die Künstlerin Doris Salcedo sind zwei intellektuelle Vertreter _innen von diesem Zeitraum. Beide schreiben sehr viel über diese plastische 'Realität' des Landes. Sie Kanonisieren künstlerische Personalitäten die 'Stellvertreter' des Landes sind, wie Fernando Botero, Alejandro Obregón, Edgar Negret, Antonio Roda und andere.



Bis in die Gegenwart wird die Gewalt in Kolumbien in der populären Kultur thematisiert, was sich in der Faszination für die Mafiosen, Drogenhändler, dem Kartell von Medellin und Cali in verschiedenen visuellen Formaten wie Filmen, Romanen, Serien etc. äußert, die das offensichtliche Verhältnis zwischen 'traditionellen Familien aus der Politik' und der Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zeigen. Nicht zuletzt haben manche Künstler_innen diese Situation genutzt um sich zu positionieren.
Diese Umstände haben ein Bild von Kolumbien geschaffen, einen Romantizismus und auch verschiedene Klischees, mit denen die Künstler_innen seit den 80er Jahren komplexe Strukturen gestaltet haben.
Unterhaltung mit die Kunstler juan Mejia und Wilson Diaz. 
Ausstelleung "Master Copy", 
Museum of Modern Art La tertulia, Cali.


V.
Bis zum den 90er Jahren existiert eine installatorische Tendenz in der Malerei in Verbindung mit dieser visuellen Kultur -in einer nachdenklichen Funktion der 'Realität'- die eine ganze Generation von visuellen Künstler_innen als Vorbild formiert haben, wie z. B. Humberto Junca, Andrea Echeverri von der Rockband 'Aterciopelados' , Juan Mejia und Wilson Diaz. Von Juan Mejia und Wilson Diaz ist gerade im Museum für Moderne Kunst in Cali die Ausstellung 'Master Copy' zu sehen, Arbeiten aus der Zeit von 1995- 1998 , welche sie in Kooperation gemacht haben .
Juan Mejia arbeitet mit 'Appropriation' und schafft damit diskursive Konstruktionen und intuitive Assoziationen in seiner installatorischen Malerei. Die vermeintlich unkomplizierten 'Strukturen' des visuellen Diskurses den Mejia schafft, sind in Wirklichkeit komplexer als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Mejia benutzt die Realität als plastische Materie.Heute arbeitet Juan Mejia neben seiner Tätigkeit als Künstler in der Universität Andes in der Fakultät für bildende Kunst.

Die gegenwärtige visuelle Realität hat auf jeden Fall diese Gesten in der Kunst legitimiert.
Die einzige Realität ist die Realität ihres Operierens in Echtzeit, ihre Vermischung mit der Realität. […] Keine Transzendenz, keine Divergenz mehr, nichts mehr von einer anderen Szenerie: ein Spiel der Spiegel mit der zeitgenössischen Welt, so wie sie stattfindet. In diesem Sinne ist die zeitgenössische Kunst nichtig: zwischen ihr und der Welt liegt ein Nullsummenspiel vor. Abseits von dieser schändlichen Komplizenschaft, bei der Urheber und Konsumenten schweigend in der Betrachtung seltsamer, unerklärlicher Objekte kommunizieren, welche nur auf sich selbst und die Idee der Kunst verweisen, […] in ihrer Absprache mit dem Realen, durch welche sie zum Komplizen der integralen Realität wird, deren Bildrückkoppelung sie lediglich ist. Baudrillard 2004: 911

 ¿Dónde los ubico? Galería Santa Fe. Bogotá, 1996


VI.
Die Kritik der Kunstinstitutionen in Lateinamerika ist besonders seit dem letzten Jahrzehnt eine von den Merkmalen der zeitgenössischen Kunst. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der kuratorischen Praxis sind viele unabhängige Gruppen und 'alternative' Räume entstanden, die den Handlungsspielraum im Zusammenhang mit Kunst erweitert haben. Einige davon wie z. Beispiel Lugar a Dudas1 in Cali, was soviel wie 'Ort des Zweifels' heißt, spielen eine zentrale Rolle für die ganze Kunstwelt. Es ist ein wichtiger Ort für renommierte Künstler_innen und eine internationale Plattform, welche die Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst auch auf diskursiver Ebene zeigt und mitgestaltet. In unmittelbarer Nähe zur Kunstakademie Instituto Departamental de Bellas Artes ist es außerdem ein wichtiger Ort für Student_innen. Seit drei Jahren hat Lugar a Dudas mehrere Stipendiatenprogramme, wie z. B. 'Bloc'. Dieses Stipendium fördert die Idee von Entwürfen und Notizen über Kunst . Eine andere Förderung heißt Cuartillas, 'Seiten|Zettel' , welche ebenso Texte über Kunst und Übersetzungen von relevanten Autor_innen fördert. In diesem Kontext ist die Arbeit Letra Pequena, 'Kleinen Buchstaben' von Breyner Huertas Rendòn entstanden. Eine Zeitschrift die seit einigen Wochen alle 14 Tage erscheint und in einer Auflage von 500 Stück kostenlos in einem Kunst und nicht-kunst-Kontext verteilt wird. Diese Mikro Zeitschrift, im Format 5x7cm besteht aus einem Konglomerat von kurzen Zitaten von relevanten Autor_innen in willkürlichem Zusammenhang mit populären visuellen Imagenationen, Bildern, Assoziationen und Kollagen, die oft auch einen lokalen Bezug haben. Die Publikation an sich beinhaltet eine Mikropolitik in ihrer Autonomie und der Unabhängigkeit ihres eigenen Prozess durch den jungen Künstler Breyner Huertas Rendòn .

Ein anderes Programm, was Lugar a Dudas veranstaltet ist la hora del tee, 'die Stunde des Tees' , eine Art offener Versammlung um Diskurse über Kunst in einer Atmosphäre von 'plaudern' zu schaffen.
Neben vielen anderen physikalischen unabhängigen Orten für Ausstellungen, Veranstaltungen wie Seminaren, Workshops und Artist in Residenz Möglichkeiten von denen es so viele gibt, dass es im Grunde eine Anmaßung ist nur einige wenige zu nennen die wir besucht haben unter anderen Casas Tres Patios2, Taller 73 in Medellin oder den von dem Kurator José Roca4 neu initiierten Raum FLORA Ars+Natura5 in Bogota, gibt es außerdem die Idee von non-physikalischen Orten wie z. B. das Konzept Sala de Estar6 'Wohnzimmer' was als konzeptuelle Achse verstanden werden kann um kreative Aktivität und theoretisches Denken gleichermaßen zu stimulieren.
Andererseits sind die Blogs im Internet im virtuellen Raum sehr fruchtbar um Schriften von Kunst zu generieren, zu diskutieren und distributieren und spielen eine wichtige Rolle in einer semiotischen visuellen Diskussion.
So steht gerade der Salon Nacional de Artistas - was eine nationale Ausschreibung für Künstler_innen ist und schon seine 43 Version erfährt, für in diversen Onlineplattformen der zur Diskussion.


eine Diskussion über die Betreibung und ihre Rolle in die Politik. Historische betrachtet der Begründung der Salon wurde von der Berühmte schon gesprochene Symbol der Revolution gegen den Aristokratie Jorge Eliécer Gaitán, und nach den 43 Version kommt in eine Auseinandersetzung von viele Künstler die das Thema studieren und in Moment in die berühmte| bekannte Blog „ esferapublica.org „ erscheint. Das zeugt uns dass die Saturation von vielfältige Diskursen in die gegenwärtige sprachen in Lateinamerika insofern in Kolumbien ist geprägt für die Internet, dass lässt on line in Kontakt ein Raum zu diskutieren, in der unmittelbare Kommunikation Bereich insofern nur so spekulieren. Da die Kritik von Kunst und mehr oder weniger die Kunstgeschichte hat ein Missbrauch und gleichseitig die Literatur über das Themen sich vergifte in die elektronischen Zeitschriften beeinflusst für die „presse„ mit eine andere Diskussionen die nicht immer zu tun hätten. Die „kritische“ Situation auschwach die Fragestellungen über welche ist die Funktion der Kunstkritik? Oder soll nur ein beurteile in sinne von den Kunst in einen Kontext und wenn überhaupt ein wert für die Produktion von ästhetischen Objekten. Eine anderen Semiotische Überlegungen wenn sagen das es wäre eine Kritik die keine utopische Objektivität mit bringen. In diese Sinne in die Kunstakademien der „Dialog“ und die „Partizipation“ ist in die Regel vor allem die wichtige Rückmeldung eines künstlerische „Nachricht“. i-privat von den Künstler Iván Ordóñez ist eine von diese elektronische Plattformen die beschäftigen in die Relation öffentlich Privat und nachfragt in Gespräch jede Künstler ein Format.
Die Galerien mehr oder weniger spezialisieren sich in eine Richtung die offen in den internationalen Mainstream der Kunst, die Kritik in Bezug mit ideologische aber keine Historische Interesse in die Funktion. Die Essay als solche ist schon für die Politische Interessen in seine Programm de Kulturministerium und die Universität Andes.
Was interessante ist von Künstler die ein kritische Denken in die Gegenwart stellen wie Bernardo Ortiz der schon zitieren haben. Eine anachronistische Zeitschrift die der Künstler mit anderen Kollege gestaltet hat ist die „Valdez“ eine Publikation mit Eingenname. Mit Lucas Opspina, Francois Bucher, und in die letzte zeit Maria Inés Rodridez die Nummer 5 ist in unterwegs. Die aufgaben sind: Übersetzungen die sehr schwierig zu finden sind, ein Tone Wechsel.
 http://www.e-flux.com/journal/criticism-and-experience/








 
1Baudrilard, Jean 2004 Die Intelligenz des Bösen. Passagen Verlag Wien.

1Die abgebildete Arbeit von Eloísa Mora Ojeda handelt von diesen Umständen. Eloísa Mora Ojeda. 1973 Kolumbien. Titel: Operación Pantomima... Intervention im Archiv. 2013. Ausstellung: „BdUE. El Parqueadero “ Banco Republica. Bogotá.“
2 […] about art, above art, across art, after art, against art, along art, alongside art, amid art, among art, around art, as art, atop art, barring art, before art, behind art, below art, beneath art, beside art, besides art, between art, beyond art, by art, concerning art, despite art, except art, excluding art, failing art, following art, for art, from art, in art, including art, inside art, into art, like art, minus art, near art, next to art, notwithstanding art, of art, off art, on art, onto art, opposite art, out of art, outside art, over art, pace art, past art, per art, qua art, regarding art, since art, through art, throughout art, to art, towards art, under art, underneath art, unlike art, until art, upon art, versus art, via art, with art, within art and without art (and vice-versa). http://www.e-flux.com/journal/criticism-and-experience/ [26.05.2013].
3Interview von Lugar a Dudas mit Bernardo Ortiz. http://vimeo.com/54169214. [25.05.2013].


Montag, 29. April 2013

"La Targeta Postal y mas allá“

Es una exposición en el marco de un proyecto artístico anacrónico que trata sobre la Fragilidad de la Vida, la Posibilidad de la sensibilidad humana y la recuperación del recogimiento, en las sombras de la monstruosidad del asesinato sistemático de millones de personas inocentes en el nacional-socialismo. Nuestro trabajo consiste en una intercambio de envíos postales con Artistas y teórico(a)s de “Postales” tratadas como documento histórico y la topología del documento como punto de partida para la reflexión, así como también expresión de sentimientos personales. La tarjeta Postal y más allá está tomado en referencia al libro del filósofo Jacques Derrida “La tarjeta postal, de Socrates a Platón y mas allá”. La implicación filosófica de la imagen y la escritura, y su legibilidad. El espiritu de un mensaje dado, que todavía no es discurso, pero que funciona como un “telegrama”, una nota o un saludo desde afuera a esa tercera persona, a ese otro “tú“ conocido o complice. Que se puede traducir como el amado o la amada. Una tarjeta postal es un mensaje público por que no está cubierto, pero casi siempre solo es legible por el que lo recibe. Tambien tiene dos lados, los cuales no siempre se pueden ver, o uno ve la imagen o ve el texto. La imagen puede ser una reproducción y aunque existe una relación abstracta con la imagen, el texto puede ser totalmente críptico. En ese sentido, “la escritura de arte” está más allá de la investigación experimental. En la investigación existe la dicotomía entre sujeto que aprehende el objeto, en una relación subordinada y unidireccional. En la escritura de arte existen más relaciones que hace que el discurso se diferencie, se enfatice, se aprecie, se contamine, etc. Desde las implicaciones Políticas, no tenemos una filiación política ni religiosa platonica, de las que promulgan parabras como “memoria” o “las víctimas mudas”. La expresión personal como arma contra el facismo. Esta Postal o carta es nuestro finis operis pero nuestro finis operis es crear un diálogo entre los personajes de la resistencia Personal y lo que deseamos mostrar es aquello que aún no se quiere recordar. En palabras de Theodoro Adorno “La exigencia de que Auschwitz no se repita” es fundamental ya que en el mundo entero hoy en día es sometido a fuertes influencias ideológicas fascistas. “El que se haya tomado tan escasa conciencia de esa exigencia, así como de los interrogantes que plantea, muestra que lo monstruoso no ha penetrado lo bastante en los hombres, síntoma de que la posibilidad de repetición persiste en lo que atañe al estado de conciencia e inconsciencia de estos (…) la barbarie persiste mientras perduren en lo esencial las condiciones que hicieron madurar esa recaída. Precisamente, ahí está lo horrible. Por más oculta que esté hoy la necesidad, la presión social sigue gravitando. Arrastra a los hombres a lo inenarrable, que en escala histórico-universal culminó con Auschwitz”1. ¿Pero qué hizo y por qué queda la sensación que nadie hizo nada? No podríamos decir que hubo resistencia propiamente dicha. Kershaw llega a la interesante y fuerte conclusión, que la resistencia al nazismo, nunca llegó a un nivel popular que hiciera peligrar la permanencia del régimen nazi. Adorno sigue diciendo: “Un esquema confirmado por la historia de todas las persecuciones es que la ira se dirige contra los débiles, ante todo contra aquellos a quienes se percibe como socialmente débiles y al mismo tiempo -con razón o sin ella- como felices”. Y sigue diciendo Adorno “creo que ayudará gran cosa una tarea de ilustración acerca de las cualidades positivas de las minorías perseguidas. Las raíces deben buscarse en los perseguidores, no en las víctimas, exterminadas sobre la base de las acusaciones más mezquinas. En este sentido, lo que urge es lo que en otra ocasión he llamado el «giro» hacia el sujeto. Debemos descubrir los mecanismos que vuelven a los hombres capaces de tales atrocidades, mostrárselos a ellos mismos y tratar de impedir que vuelvan a ser así, a la vez que se despierta una conciencia general respecto de tales mecanismos. No son los asesinados los culpables, ni siquiera en el sentido sofístico y caricaturesco con que muchos quisieran todavía imaginarlo. Los únicos culpables son quienes, sin misericordia, descargaron sobre ellos su odio y agresividad. Esa insensibilidad es la que hay que combatir; es necesario disuadir a los hombres de golpear hacia el exterior sin reflexión sobre sí mismos.” Asi entonces tenemos una exposición de pequeno formato entorno a lo antedicho que se ha formado con una instalación articulada de juan toro y mirjam kroker, junto a obras y envios de los artistas: Horst Hoheisel, Tanya Ury, Marita Maisey, Paul Altmann, Konstantinos-Antonios Goutos y Reem Akl. 1. Conferencia originalmente realizada por la Radio de Hesse el 18 de abril de 1966; se publicó en Zum Bildungsbegriff des Gegenwart, Frankfurt, 1967, pág. 111

Mittwoch, 20. März 2013

„Postkarte und Jenseits“|„La Targeta Postal y mas allá“ Exhibition in cali Kolumbien, April 2013

„Postkarte und Jenseits“|„La Targeta Postal y mas allá“ Desplazarse hacia abajo para ver en espanol „Postkarte und Jenseits“ ist eine Ausstellung im Rahmen eines experimentellen und anachronischen Kunstprojekts von Juan Fernando Toro und Mirjam Kroker über die Fragilität des Lebens, die Möglichkeit der Sensibilität der Menschen und die Rückgewinnung der Versenkung, im Schatten der Monstrosität der systematischen Ermordung von Millionen unschuldigen Menschen im Nationalsozialismus. Unsere künstlerische Arbeit besteht in einem postalischen Austausch mit Künstler_innen und Theoretiker_innen von “Postkarten” genommen als historisches Dokument, und die Topologie des Dokuments als möglicher Ausgangspunkt für die Äußerung persönlicher Empfindungen bzw. Überlegungen. Ausstellungseröffnung: 9. April 2013. Ort: Cali, Columbien: „Instituto Departamental de Bellas Artes Ausstellungsdauer: 9. April – 20.April 2013. Bis jetzt haben wir an folgende Künstler_innen und Theoretiker Briefe geschickt: Horst Hoheisel, Gunnar Richter, Salome Rodriges, Ingeborg Drews Gunter Demning, Lisl Ponger, Ulrike Oeter, Jelili Atiku, Tanya Ury, Marcel Odenbach, Marita Maisey, Paul Altmann, Anna Martha Napp, Paula Germann, Mandy Gehrt, Pablo Hermann + Juan Pablo Diaz, Torsten Hattenkerl, Konstantinos-Antonios Goutos, Neal Alexander, Carolina Caycedo, Mauro Benavidez, Monica Restrepo, Ivan Navarro. Spanische Übersetzung: „La Targeta Postal y mas allá“ es una exposición en el marco de un anacrónico proyecto artístico de Juan Fernando Toro y Mirjam Kroker, que trata sobre la Fragilidad de la Vida, la Posibilidad de la sensibilidad humana y la recuperación del recogimiento, en las sobras de la moustruosidad del asesinato sistematico de millones de personas inocentes en el nacional-socialismo. Nuestro trabajo consiste en una intercambio de envios postales con Artistas y teorico(a)s de „Postales“ tratado como documento historico y la topología del documento como punto de partida para la reflexion, asi como tambien expresión de sentimientos personales. Inauguración: 9 de abril de 2013. Lugar: Cali, Colombia, Instituto Departamental de Bellas Artes. Duración de la exposición: del 9 al 20 de Abril de 2013. Hasta ahora hemos enviado cartas a los siguientes Artistas: Horst Hoheisel, Gunnar Richter, Salome Rodrigez, Ingeborg Drews Gunter Demning, Lisl Ponger, Ulrike Oeter, Jelili Atiku, Tanya Ury, Marcel Odenbach, Marita Maisey, Paul Altmann, Anna Martha Napp, Paula Germann, Mandy Gehrt, Pablo Hermann + Juan Pablo Diaz, Torsten Hattenkerl, Konstantinos-Antonios Goutos, Neal Alexander, Carolina Caycedo, Mauro Benavidez, Monica Restrepo, Ivan Navarro.

Kolloquium Kunst Afrikas

Kolloquium Kunst Afrikas Die Abteilung Kunst Afrikas richtet jedes Semester ein wöchentliches Kolloquium aus, zu dem alle thematisch Engagierten und Interessierten herzlich eingeladen sind. Das aktuelle Programm finden Sie untenstehend, ältere Veranstaltungen des Kolloquiums unter dem Menüpunkt Ressourcen und Archiv. Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen Dienstag abends um 18 Uhr c.t. im Kunsthistorischen Institut (Koserstraße 20), Raum A 125 statt. Programm des Kolloquiums im Wintersemester 2012/13 Moderation Prof. Dr. Kerstin Pinther, Prof. Dr. Tobias Wendl 23.10.2012 | Nico Anklam (Berlin): Kendell Geers - Angriff auf die weiße Zelle. 30.10.2012 | Ugochukwu-Smooth C. Nzewi (Atlanta): The Pan-African Circle of Artists in the Context of the Nigerian Art World. 06.11.2012 | David Frohnapfel (Berlin): 'Opaque Curation‘: Die Ghetto Biennale in Port-au-Prince. 13.11.2012 | Susan Vogel (New York): Fold - Crumple - Crush: The Art of El Anatsui (USA 2011 - 53 min.) Filmvorführung mit anschließender Vorstellung des Buches El Anatsui - Art and Life (München Prestel 2012) und Diskussion. 20.11.2012 | Mirijam Kroker (Berlin): CONTEMPORARY ART of AUST[ria][af]RICA. Anmerkungen über weltwärtige Künstler_Wege. 27.11.2012 | Simone Struth (Berlin): Khaled Hafez: Grenzen und ihre Überschreitungen in der Serie Philadelphia Chromosome. 04.12.2012 | Nana Adusei-Poku (Berlin): Paradox Synchronicities – Postcolonial or post-black? 11.12.2012 | Paola Ivanov (Berlin): Translokalität, Konsum und Ästhetik im islamischen Sansibar. 18.12.2012 | Katharina Jörder (Berlin) (Un)sichtbare Realitäten im Werk von Mikhael Subotzky. und Linda Kröger (Berlin) Die informelle Differenz: Künstlerkollektive in Kinshasa und ihre kuratorischen Strategien. 08.01.2013 | Nina Tsonkidou (Berlin): Ansätze zur Verortung von Ausstellungskatalogen in der Kunstwissenschaft. 15.01.2013 | Nadine Sieverking (Leipzig): Professionalizing Contemporary Dance in West Africa: Emancipatory Claims and Globalized Artistic Standards. 22.01.2013 | Claudia Marion Stemberger (Wien): Curatorial Residencies als zeitgenössische kuratorische Praxis. Curator-in-Residence an der Bag Factory in Johannesburg. 31.01.2013 | Clementine Deliss (Frankfurt a.M.) und Otobong Nkanga (Amsterdam): Artistic Research and Museums‘ Collections. Lessons from the Weltkulturen Museum, Frankfurt. Achtung diese Veranstaltung findet donnerstags und am ZMO statt! 05.02.2013 | Thomas Filitz (Wien): Die Bedeutung von Kunstbiennalen anhand der Biennale von Dakar, Dak'Art. 12.02.2013 | Anne Brandstetter (Mainz): Architekturen des Erinnerns in Ruanda. http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/abteilung_afrika/Afrika-Kolloquium/index.html

Montag, 30. Juli 2012

Konzept für die Ausstellung



KONZEPT

Das Konzept für die Ausstellung Die Dematerialisierung des Kunstobjekts impliziert die Betrachtung von zeitgenössischer Ästhetik und die Ausstellung selbst als Kunst. Darüber möchten wir reden. Die Metaphysikkritik ist einer der Wege in der Philosophie, der mehr Implikationen für die Kunst hat. Zur gleichen Zeit als die Methapysikkritik aufgekommen ist, hat die Ästhetik angefangen sich selbst unabhängig von der Philosophie zu strukturieren. Seit diesem Moment beginnt die Kunst transzendentale Referenzen über die Realität zu geben. Diese Veränderungen stehen im Zusammenhang mit den Paradigmenwechsel in der Kunst sowie unsere sich verändernde Anschauung von Kunst. Die relevanten Analysen in der bildenden Kunst, wie die über „Technische Reproduktion“1und deren grundsätzlichen Veränderungen für den ästhetischen Bereich und den „Subjektwechsel im 20 Jahrhundert“, sind nicht nur epistemologisch oder welterklärend, sondern betrachtet auch kognitive Probleme und substanzielle Überlegungen über die Realität.
Die Änderungen in der Kunst sind bereits ein historisches Problem und stehen in enger Verbindung mit der praktischen Betrachtungen aller Sinne. Viele Kunstwerke analysieren Themen wie z. B. Sprache, Autonomie in der Kunst, Zeichen, Bedeutung, die soziale Komponente der Kunst und stellen Fragen wie z. B.: Wovon handelt die Metaphysik? Welche Funktion hat der Künstler in die Gesellschaft? Wo liegt der Wert des Kunst? Was ist die Beziehung zwischen persönlichen Erfahrungen und Kunst?
Bisher gibt es viele verschiedene Theorien über Kunst, die zum Teil selber von KünstlerInnen begründet wurden. Um es in Arthur Dantos Worten zu sagen eine Wiedererlangung spezifischer philosophischer Bedingungen Kunst zu machen.2 In den 60er Jahren haben Künstler wie u.a. Joseph Kosuth oder John Baldessari begonnen Theorien für die Kunst zu machen die bereits einen immanenten Bestandteil der Kunst ausmachen und relevant für die zeitgenössische Ästhetik sind. Darin sehen wir den Ausgangspunkt für diese Ausstellung. In dieser möchten wir in Anlehnung an das Buch von Lucy Lippard Six Years: The Dematerialization of the Art Object from 1966 to 1972 zentrale Künstler und ihren relevanten philosophischen Überlegungen für die Ästhetik vorstellen. Lucy Lippard versammelt in diesem Buch unterschiedlichste Ansichten, die trotz ihrer Heterogenität als Konzeptkunst betrachtet werden können.
In dieser Ausstellung haben wir einige künstlerischen Positionen ausgewählt, die heute eine besondere Implikation für eine zeitgenössische Ästhetik haben. Sicherlich gibt es weitere künstlerische Arbeiten die gleichermaßen relevant für die zeitgenössische Ästhetik sind, weshalb wir dieses Ausstellungskonzept als Prozess verstehen der fortwährend mit anderen künstlerischen Arbeiten vertieft und erweitert werden kann. Jedes Kunstwerk betrachtet gewisse philosophische oder ästhetische Probleme gleichzeitig ist die gesamte Ausstellung selbst als künstlerische Installation zu betrachten, die aus von uns selbst hergestellten Rekreationen besteht. Jede Rekreation an sich hat eine poetische Bedeutung in sinne von Philosophischen Betrachtungen in ihrem Aufbau und ihrer Nachtempfindung in der Erschaffung. Der Originalität jeder einzelnen künstlerischen Arbeit bleibt erhalten, weil die Idee oder die theoretische Überlegung dahinter intakt bleibt und ihr darüber hinaus Aufmerksamkeit beigemessen wird. Weil in der Konzeptkunst werden die Kunstobjekte selbst als physikalischer Rest betrachtet und die Wichtigkeit residiert in der Bedeutung. Die politische Implikation bleibt in der Betrachtung dieser Ausstellung als didaktischer Moment und darin mehrere Zugänge zur zeitgenössischen Ästhetik zu vermitteln. Jedes Kunstwerk ist wie eine Antenne, die die Realität empfängt und die Betrachtung der Körper in den Installationen als Vehikel der Kunst in sich trägt.

1Walter Benjamin 1935: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.
2Eine zentrale Überlegung in Arthur Dantos Buch „The Transfiguration of the Commonplace: A Philosophy of Art“ Behandelt das „problem of indiscernible counterparts“

Fenster

Fenster

briefe

briefe